Meine Ausbildung bei valantic

Heute.

Ausbildung bei valantic
Das bin ich. 🙂

Ankommen. To-do-Liste auf machen. Was gibt es zu tun? Irgendwas aussuchen, was sich gerade richtig anfühlt. Im gemeinsamen Büro werden Änderungen besprochen, die wir demnächst machen wollen. Eine Bugmeldung kommt per E-Mail rein – dringend schnell fixen. Mittagessen in der Kantine um die Ecke oder auch direkt am Schreibtisch, wenn ich nebenbei noch irgendwelche Dokumente lesen möchte. Änderungen testen. Einchecken, ausrollen. Meeting am Nachmittag. Dann nach Hause fahren, den Abend genießen. Wiederhole ein paar hundert Mal. Das Arbeitsleben, was früher abschreckend und stressig wirkte, ist Routine geworden.

Erstmal zurück spulen.

Eigentlich ist viel passiert, seitdem ich vor über zwei Jahren meine Ausbildung bei valantic angefangen habe. In der Uni habe ich mich unwohl gefühlt. Zu wenig Praxis, kein Gefühl an etwas zu arbeiten, was tatsächlich Bedeutung hatte. Von der Ausbildung versprach ich mir vor allem eins: eine sinnvolle Beschäftigung, die mich persönlich weiterbringt. Was ich bekommen habe, war genau das. Meine anfänglichen Aufgaben fühlen sich im Nachhinein ein wenig an wie eine ausgedehnte Schnupperstunde. Von allem ein bisschen, erstmal ins Wasser springen und dann gucken, in welchen Gewässern man sich am wohlsten fühlt. An vielen Stellen lief das gut – die Bücher im Büro und kleine Ratschläge von Kollegen wirken Wunder beim Bewältigen von Problemen, die man noch nie gesehen hat. Und das selbstständige Arbeiten motiviert dazu, sich zu beweisen. An anderen Stellen habe ich anfangs noch Schwimmflügel gebraucht. Als mein erstes kleines Projekt fertig war, hat unser Teamleiter mit mir einen vollständigen Code-Review gemacht – über insgesamt fast 9 Stunden. Am Ende war von meinem ursprünglich geschriebenen Programm nicht mehr viel übrig. Aber dafür habe ich vieles darüber gelernt, wie man guten, strukturierten Code schreibt und konnte dieses Wissen dann in meinen weiteren Aufgaben anwenden.

Das Lernen steht im Vordergrund.

Natürlich lernt man nie aus und erst recht nicht nach zwei oder drei Jahren. An all meinen Projekten – sei es das automatisierte Erstellen von Quartalsberichten, das Schreiben einer Erweiterung für Microsoft Word, die Entwicklung von digitaler Infrastruktur für unsere Test-Automatisierung oder auch nur etwas Simples wie ein Online-Adventskalender mit Trivia-Fragen – bin ich gewachsen und auch in Zukunft wird es noch viel zu lernen geben. Und das ist das Schöne daran, ein Auszubildender zu sein. Ja, man darf an echten Projekten arbeiten, die von anderen Menschen tatsächlich genutzt werden, aber im Vordergrund steht das Lernen, das Weiterbilden.

Allerdings kommt dieser Lerneffekt auch von innen. An der Uni hatte ich keinerlei Motivation eine echte Leistung zu erbringen. Meine Aufgabenblätter wurden spät abends noch hastig bearbeitet, um sie gerade noch rechtzeitig einzureichen. Und das nur, damit ich in irgendeinem Fach, dessen Sinn sich mir nur halb erschloss, eine gute Note bekommen konnte, die dann auf irgendeinem Zettel vermerkt wurde. In der Ausbildung kann ich den Nutzen meiner Arbeit – nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere – klar erkennen. Dadurch entsteht auch automatisch die Motivation die Arbeit gewissenhaft zu machen. Und mit diesem erkannten Nutzen und der Motivation kommt dann der Anspruch an einen selbst, etwas zu erschaffen, unter das man gerne seinen Namen setzt. Ein Projekt, auf das man stolz sein kann. Und wenn man immer versucht sein Bestes zu geben, dann wird man auch ganz von allein immer besser werden. Völlig ohne Zwang oder Leistungsdruck von außen.

Und wie sich das Arbeiten anfühlt?

Bevor ich bei valantic angefangen habe, dachte ich, dass ich Arbeiten hassen würde. Dass ich morgens aufwachen und mich zwingen müsste, um aus dem Bett zu kommen. Dass ich am Nachmittag erschöpft und demotiviert herumsitzen würde, weil die Arbeit so ätzend sein würde. Aber in Wirklichkeit ist die Firma ein Ort, zu dem ich eigentlich gerne gehe. Das Team in dem ich arbeite, hat von Anfang an dafür gesorgt, dass ich mich hier willkommen fühle und dass ich immer Ansprechpartner für Fragen und Probleme habe. Anstelle von lästigen „Azubi-Aufgaben“ wie Kaffee holen, Akten sortieren oder stupiden Tätigkeiten bekomme ich Aufgaben, die interessant sind und mich fordern und über die ich sogar in meiner Freizeit gerne nachdenke. Wenn mich jemand fragt, was ich bei meiner Ausbildung genau mache, dann habe ich häufig keine kurze oder einfache Antwort, weil meine Aufgaben so vielseitig sind. Aber was ich auf jeden Fall sagen kann, ist, dass – egal was ich in letzter Zeit gemacht habe – es mir Spaß macht und ich es gerne tue.

Mit dem Ende dieses Jahres rücken meine Abschlussarbeit und auch meine Prüfung bei der IHK immer näher, und so langsam muss ich mich an die Idee gewöhnen, dass ich schon bald nicht mehr der Azubi bin, sondern ein waschechter Mitarbeiter mit einem richtigen Job. Zugegeben, manchmal ist das ein wenig einschüchternd, aber es ist auch aufregend und etwas, worauf ich mich freue. Was die Zukunft genau bringt, kann keiner sagen; doch wenn ich mir ansehe wo ich jetzt bin und wie mein bisheriger Weg aussieht, dann ist zumindest eines klar:

Wenn es nach mir geht, dann ist meine Zukunft hier bei valantic. Und da bin ich stolz drauf.

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